Überall nur Vorschriften! Der Staat sagt, wohin man gehen darf. Streaming-Sender bestimmen Gesprächsthemen! Bei WhatsApp immer dasselbe Thema! Und irgendwie schlagen einem die großen Portale immer nur eine bestimmte Art von Musik oder Filmen vor! Ja, wird denn unser Leben nur noch top-down von Großkonzernen und ihren Polit-Vertretern durchorganisiert? Da hilft nur eins: Wir müssen wieder verstehen, was independent ist!

Wars früher freier?

Es muss nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gewesen sein. Erst kam Bologna (gegen Studenten), dann 9/11 (gegen alle), und nun überbieten sich alle darin, das einst freie Internet wie sogar das alltägliche Leben strikt nach autoritär-marktwirtschaftlichen Aspekten durchzuorganisieren. Ob Facebook, die EZB oder der Bürgermeister von nebenan: Alle wollen uns abhängig halten.

War das schon immer so? Hatten es die Hippies oder Punks einfach leichter, noch Nischen zu finden, die nicht schon völlig durch-algorithmisiert waren? Und was, um Himmels Willen, haben sie aus diesen Möglichkeiten gemacht? Sind also doch die Eltern und Großeltern schuld, und nicht nur an der Ökocalypse, sondern auch an dieser schönen neuen Mainstream-Welt? Kann uns da Musik wieder etwas sagen – und wenn es nur Musik von gestern ist? Vielleicht.

Wirds morgen freier?

Was können wir eigentlich selbst tun, um uns den Kopf wieder ein bisschen frei zu machen von all den eingetakteten Routinen, die wir mittlerweile on- wie offline praktizieren? Wie kommt man aus all diesem corporate bullshit heraus, der sich permanent strukturell wie inhaltlich in Kopf und Seele frisst? Nun, klar wäre Eremitentum ein – sehr individueller – Ausweg. Aber wir wollen ja auch die Welt retten, zumindest vor denen, die sie nicht verdient haben. Und so schauen wir hier einmal auf viele kleine und große Beispiele aus der Welt der (Pop-)Musik, die uns zeigen, wie man sich mit List, Tücke und Kreativität durchschlagen kann. Und das recht solidarisch, nachhaltig und individuell. Also: Bleibt wachsam – und unabhängig!